

Butschern ist den Wind um die Nase spüren und die Lunge mit frischer Luft füllen. Mit Matsch an der Hose nach Hause kommen und die Freiheit durch die Bewegung des eigenen Körpers zu erfahren. Tief Ein- und Ausatmen, den Plus fühlen, Hochklettern und Rennen. Stock auf Stock und neue Schrammen an den Beinen. Die Umgebung wahrnehmen, wie sie gerade ist. Die Vögel zwitschern hören und die Flugzeuge am Himmel zählen. Endlos in den Himmel schauen und tiefe Freundschaften bilden. Spuren folgen und treiben lassen.
Butschern ist ein norddeutscher Begriff für das Draußenspielen und Herumstrolchen – genau dazu lädt das Projekt auf dem MFG5-Gelände ein. Es soll den Spieltrieb, besonders den der Kinder, ansprechen und dazu einladen, das Gelände durch die Spuren, die wir verteilt haben, zu entdecken.
Die entstandenen und untersuchten Qualitäten sowie die Mikrolandschaften des Geländes erleichtern es, dieses auf persönliche Weise zu erkunden, eigene Erfahrungen und Erinnerungen zu schaffen, sich das Gelände anzueignen und eine emotionale Bindung zu ihm aufzubauen. Dadurch wird dem Gelände ein emotionaler Wert beigemessen. So entsteht eine Verbindung, die es vielen Menschen ermöglicht, ganz persönliche Erinnerungen mit dem Ort zu verknüpfen und dessen Vielfalt zu entdecken – von den großen Flächen, die vielleicht zuerst ins Auge fallen, bis hin zu den kleinsten Nischen, versteckten Ecken und unterschiedlichsten Biotopen, die sich hervorragend zum Butschern eignen.
Genau diese Kombination aus Freiheit und räumlicher Vielfalt macht den besonderen Wert des Geländes aus. Besucher*innen können sowohl die weitläufigen Flächen als auch die versteckten Nischen und Biotope erkunden.
An vier Stationen soll die Qualität des Ortes auf spielerische Weise entdeckt und für alle Besucher*innen erlebbar gemacht werden.
Die entstandenen und untersuchten Qualitäten sowie die Mikrolandschaften des Geländes erleichtern es, dieses auf persönliche Weise zu erkunden, eigene Erfahrungen und Erinnerungen zu schaffen, sich das Gelände anzueignen und eine emotionale Bindung zu ihm aufzubauen. Dadurch wird dem Gelände ein emotionaler Wert beigemessen. So entsteht eine Verbindung, die es vielen Menschen ermöglicht, ganz persönliche Erinnerungen mit dem Ort zu verknüpfen und dessen Vielfalt zu entdecken – von den großen Flächen, die vielleicht zuerst ins Auge fallen, bis hin zu den kleinsten Nischen, versteckten Ecken und unterschiedlichsten Biotopen, die sich hervorragend zum Butschern eignen.
Genau diese Kombination aus Freiheit und räumlicher Vielfalt macht den besonderen Wert des Geländes aus. Besucher*innen können sowohl die weitläufigen Flächen als auch die versteckten Nischen und Biotope erkunden.
An vier Stationen soll die Qualität des Ortes auf spielerische Weise entdeckt und für alle Besucher*innen erlebbar gemacht werden.
Linea Caspers, Mia Meister, Helena Volz: Masterprojekt, Gruppenarbeit, 2024












Der begleitende Dokumentationsfilm zeigt alle entstandenen Projekte auf dem MFG5 in Kiel, während eines Abschlusswalks im Sommer 2024. Der Film zeigt die verschiedenen Facetten, die das Gelände mit sich bringt und welche Zwischennutzung gerade jetzt stattfindet. Ab 10:30 kannst du das Projekt Butschern in der Dokumentation anschauen.
Weitere entstandene Projekte von: Hannah Agel, Johanna Baum, Jakob Engelhard, Nanjun Ge, Marie Janeczek, Jinyoung Kim, Hayk Sargsyan, Sahar Seyed Sadr, Elena Steinmetz, Anne Wegener
Credits Dokumentationsfilm: Lily Altman & Roma Nastasia-Nebel





Das MFG5 Gelände in Kiel befindet sich am Beginn einer längerfristigen urbanen Entwicklung. Aus dem ehemaligen Militärgelände soll zukünftig ein lebendiges, gemischtes Stadtquartier werden. Im Projekt „As found – Das MFG5 Gelände in Kiel als städtischer Möglichkeitsraum“ wollen wir den aktuellen Zwischenstand eines nicht mehr – noch nicht beleuchten.
Mittels künstlerischer Strategien wollen wir den Blick auf aktuelle Qualitäten des Geländes lenken, Potenziale aufzeigen und Wege für neue Formen der Gestaltung finden. Mittels vor Ort Workshops, Vorträgen und Erkundungen gilt es schrittweise das Gelände kennen zu lernen und einen künstlerischen Beitrag in Form einer frei gewählten 1:1 Situation von Räumen, Aushandlungsprozessen, Bildern (Fotografie, Film, VR), Performances und Sound zu entwickeln. Das Ziel der gemeinsamen Arbeit ist, dass jedes Projekt am Ende des Semesters einen Baustein zu einem öffentlichen Rundgang oder Spaziergang beiträgt und Teil einer gemeinsamen Veranstaltung wird.
Zu Beginn des Projektes haben wir mittels unterschiedlicher Methoden das Gelände erkundet, um einen möglichst vielseitigen Eindruck zu erlangen. In dem Mapping Workshop bei Larissa Fassler ging es darum eine eigene Analyse des Geländes anhand unseres eigenen Körpers zu erstellen und dabei den Raum zu vermessen. Zuerst kartieren wir das Gelände anhand unserer eigenen Schritte. Dabei gehen wir jeden Zentimeter ab, messen, kartieren, zeichnen. Suchen und Fokussieren uns eventuell auf ein Gebiet, welches wir besonders interessant finden. Im nächsten Schritt füllen wir diese Karte mit unseren eigenen Markierungen von Qualitäten und Potentialen, wie Wetter, Wind, Sonne, Schatten, Gelände, Vegetation, Aussicht, Farben, Zonen, Zugänge...
"AS FOUND – Das MFG5 Gelände in Kiel als städtischer Möglichkeitsraum"
Unter Leitung von Prof.In Frauke Gerstenberg, Prof. Manfred Schulz und Prof.In Dr. Sandra Schramke, Gor Margayan
Ein interdisziplinäres Projekt im Master Raumstrategien, Muthesius-Kunsthochschule Kiel